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Jahr:
2007
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DOOFS ABENTEUER
In einer Höhle tief tief im Wald, da lebte ein Mann. Dieser Mann war kein gewöhnlicher Mann. Er war der dümmste Mann den es gab. Natürlich war er nicht so dumm wie ein Tier, er konnte reden und Entscheidungen fällen. Doch er fällte immer sehr dumme Entscheidungen.
Reden konnte er normal, aber er war dumm. Er war nicht geistig behindert aber auch nicht klar im Kopf, er war einfach dumm. Er wurde eigentlich Doof genannt, aber er war dumm oder doof, wie man es nennen mag. Doof war so dumm, dass er von der Schule geschmissen wurde. Doof hatte alles in der Schule und in der Stadt kaputt gemacht. Doof war so dumm, dass niemand es mit ihm aushalten konnte. Deshalb wurde er, als er erwachsen war, aus der Kleinstadt geschmissen und in den Wald verbannt. Er wollte nur eines: Einen Schatz haben.
Nun lebte er schon zwei Jahre allein im Wald, bis er sich entschloss, auszuziehen.Er dachte: „Wenn ich einen Schatz habe, darf ich Pirat sein und Kuchen essen.“ Dann nahm er sich einen Cent und dachte: „Damit kann ich alles kaufen. Niemand ist so reich wie ich!“ Danach nahm er sich noch 200 Murmeln und 20 Spielzeugautos mit. Er dachte, mit den 20 Autos könne er in die Karibik fahren.Und dann ging Doof aus dem Haus. Zwei Monate später landete Doof in der Karibik. Er hatte sich zum Flughafen durchgeschlagen und hatte jeden Essensladen ausgeraubt. Bei der Kasse vom Flughafen war er einfach bei den Einchekern vorbei gegangen. Er ging auf den Flugplatz und setzte sich einfach auf den Fügel eines Flugzeugs, das rein zufällig in die Karibik flog. Um genau zu sein, nach Tortuga.In Tortuga angekommen ging Doof einfach auf der Insel herum und fand den Hafen. Er konnte leider nicht lesen und ging auf einen Frachter, der nach Island fuhr.In die Stadt Reyjkjavik. Doof war schlau genug, um sich vor den Matrosen zu verstecken. Er ging in den Laderaum, und es war ein großes Glück, denn das Schiff hatte Nahrung geladen. Das beliebte Tortuga-Brot und den beliebten Tortuga-Bierschinken und die berühmte Tortuga-Cola. Davon ernäherte sich Doof, bis das Schiff in Island ankam. Doof wunderte sich, dass es auf der Insel so kalt war. Er hatte ja nur ein T-Shirt an! Doof ging in den nächsten Kleiderladen, nahm seine Murmeln und warf den Inhaber damit ohmächtig. Dann klaute er sich eine Jacke und marschierte fröhlich durch die Stadt. Doch dann stutzte er. Er sah ein Schild, auf dem stand: „Schatzkartenladen“. Doof rief glücklich: „Endlich, jetzt kann ich meinen Schatz finden und Pirat sein!“ Doof ging in den Laden und rief laut: „Hallo liebe Leute!“ Der Verkäufer lächelte und sagte: „Hallo lieber Typ!“ Doof schaute sich um, und dann fand er was er suchte. Ein Tresor aus Glas. Auf dem Tresor stand: „Echter Schatzplan aus dem achtzehnten Jahrhundert. Niemand hat es geschafft, den Schatz zu finden!“ Doof ging zu diesem Tresor und schlug ein kleines Loch in die Scheibe. Dann nahm er den Schatzplan heraus und dann nahm er den Glastresor und schleuderte ihn mit voller Wucht gegen den Verkäufer, der gerade sagen wollte: „Nein mein Lieber, das darfst du nicht. Du bekommst die Piratenschatzkarte von Maximi und ein Bonbon.“ Doch so weit kam er nicht. Der Verkäufer fiel halb tot zu Boden. Danach machte Doof einen kleinen Einkaufsbummel durch die Stadt. Er nahm sich alles was er brauchte. Er nahm sich ein Zelt, neue Murmeln, eine Taschenlampe, Medikamente, ein Taschenmesser,und was man sonst noch so alles für eine Expedtion durch Island braucht. Dann machte er sich auf die Suche nach dem Schatz.
Es dauerte einen ganzen Monat, bis er die Stelle fand, auf der der Schatz eingezeichnet war.
Doch dort fand er nichts außer Erde. Dann begann für Doof eine einsame Zeit. Er wollte keinen echten Schatz mehr finden, sondern sein wahres Ich. Doof grub jeden Tag nach einer Truhe, in der sein wahres Ich versteckt sein konnte. Aber er fand nichts. Er suchte fast ein Jahr. Und erlebte so viel, dass ich das jetzt nicht aufschreiben möchte. Doch irgendwann wollte er aufgeben. „Ich bleibe Doof und bin dumm“, dachte er sich. Er wollte noch einmal graben. Noch einmal. Und er fand, was er suchte. Eine Truhe. Man brauchte keinen Schlüssel. Er öffnete die Truhe und fand einen Zettel, auf dem stand: „Du bist nicht dumm und du heißt nicht doof.“ Und plötzlich fiel es ihm wie Schuppen von den Augen! Er war nicht dumm, er war schlau! Er konnte doch plötzlich lesen! Er konnte kombinieren und er hatte auf seiner langen Reise so viel gelernt. Doof nannte sich auch um. Er nannte sich Johannes Buchendorfer. Johannes war so glücklich, dass er schrie und in die Luft hüpfte. Doch in der Truhe lag noch etwas. Ein Buch. Ein Lexikon, wo praktisch alles stand. Sogar noch dreihundert Seiten als Tagebuch. Dann begann für Johannes der lange Rückmarsch. Er las das Lexikon komplett durch und ass das, was er auch beim Hingehen gegessen und getrunken hatte. Kräuter, Früchte, Tortuga-Brot und Quellwasser. In Reyjkjavik angekommen ging er zum Hafen, fand ein Schiff, das nach Deutschland fuhr, und fuhr zum Hamburger Hafen. Dann marschierte er in seine kleine Heimatstadt. Er holte die Schule nach, zuerst die Grundschule. In der musste er alllerdings nur ein Jahr bleiben, denn er war schlauer als die Lehrer. Viel schlauer. Im Gynasium musste er nur drei Jahre bleiben, denn er war wieder viel schlauer als die Lehrer. Nach dem Gymnasium machte Johannes sein Abitur weitaus besser als die anderen und anschließend studierte er Wirtschaft und war schon mit siebenunddreißig Jahren der erfolgreichste Mann Deutschlands. Jeder in seiner kleinen Stadt liebte ihn. Nachdem Johannes in Pension gegangen war, kaufte er sich ein kleines Haus in seiner Heimatstadt und gab sein meistes Geld den Armen in aller Welt.
Johannes hatte sein wahres Ich gefunden.
Autor: Leonhard Hugger, geb. 9.11.199
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