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Jahr: 2007
Bemerkung:
ArtikelNr. 03342
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Detektiv Nöppel

Nach der großen Zeit von Sherlock Holmes, 50 Jahre später, kam ein neuer Detektiv auf, der später aber für etwas ganz anderes berühmt wurde. Der Detektiv hieß Sherlock Nöppel.
Er lästerte gern gegen Sherlock Holmes. Ihr kennt doch Sherlock Holmes? Wenn nicht, dann lasst euch sagen, er war der behrümteste Detektiv seiner Zeit und er ist auch jetzt noch sehr berühmt. Nöppel sagte immer: „Der alte Sherlock hat vieleicht ein paar Fällchen gelöst, aber das ist nichts gegen mich!“ Sherlock Holmes wurde jetzt noch gefeiert, aber das gefiel Nöppel nicht. Holmes lebte jetzt noch, war aber schon alt und löste keine Fälle mehr. Auf einer Stadtfeier in London hatte Nöppel sogar demonstriert. Als einziger von 100.000 Leuten.
Er hatte ein Schild, auf dem stand: „We don’t need Sherlock Holmes. He did nothing.“
Das heißt: „Wir brauchen keinen Sherlock Holmes. Er hat nichts gemacht.“ Das wollten viele Leute nicht, und es kam eine große Schlägerei auf. Einmal hatte Nöppel Tomaten gegen Holmes Villa gewofen. Das hat Holmes gar nicht gefallen. Er rief die Polizei an. Die kam schnell. Mit Gewehr und Pistole bewaffnet gingen 20 Polizisten um das Haus. Sie riefen : „Stehen bleiben! Sie sind umzingelt! Wir schießen!“ Die Polizisten erwarteten aber eine Bande von Verbrechern. Nun hörten sie Nöppels Stimme rufen: „Leckt mich! Holmes hat uns die Arbeit weggenommen“! Mit „uns“ meinte Nöppel alle Detektive. Die Polizisten dachten aber, er meinte die Verbrecher. Nun gingen die Polizisten schneller. Und plötzlich hörte man ein lautes: „Ahhhheeeeaaaahhhheeee!“ Hinter Holmes Villa hatten sich wirklich Banditen versteckt. Sie dachten, der der gerufen hatte, war einer von ihnen. Die Verbrecher hatten nämlich für diesen Abend Rache an Holmes nehmen wollen, weil ja so viele von ihnen durch Holmes gefangen wurden. Nöppel war ihnen aber zuvor gekommen. Das Feuermanöver begann. Man hörte Schüsse von allen Seiten und man hörte Schreie. Jeder suchte sich einen gedeckten Ort und begann mit dem Schnellfeuer. Zwischen den beiden Seiten sprang Nöppel herum, brüllte etwas und warf hin und wieder Tomaten in das Geschehen. Serlock Holmes hatte Angst und verbarg sich in einem Schrank. Sein Garten brannte. Nöppel hatte inzwischen eine Waffe ergriffen und schoss abwechselnd auf die Polizisten und dann wieder auf die Banditen. Jetzt begann eine Prügelei, in der sich auch Nöppel mit Vorliebe beteiligte. Er warf überall hin Tomaten, verfaulte Eier, und mit Vorliebe auch Rüben. Dann entfernte sich Nöppel von der Schlacht und wollte zur Polizei gehen und wollte sagen, dass er ein gefährliches Verbrechernest gefunden hatte. Niemand glaubte ihm aber. Am nächsten Tag war die Schlacht in aller Munde. Es gab 3 tote Polizisten und 8 verletzte. Tote Banditen gab es 4,, aber verletzte gab es nur 5. In der Zeitung war fast die ganze Titelseite besetzt mit dem Bild und dem Kurzbericht. Nöppel versuchte immer wieder, sich wichtig zu machen und zu sagen, dass ohne ihn die Polizisten gar nicht gekommen wären. Aber die Polizisten in der Wache wiesen ihn nur ab und sagten: „Wir wissen nichts davon, und jetzt gehen sie“. Nöppel fragte viele in der Stadt, ob sie seine Hilfe brauchten, aber jeder wies ihn ab.
Bis eine alte dicke Oma mit Riesenbusen einmal zusagte. „Sherlock Nöppel, ich brauche ihre Hilfe! Ich habe einen wertvollen Ring verloren!“ Nöppel nickte, machte einen coolen Blick und antwortete: „Alles klar, keine Angst.“ Er rannte durch das Viertel, hatte aber nicht bedacht die Frau zu fragen, wo sie ihren Ring zuletzt gesehen hatte und wo sie sich aufhielt, bis der Ring weg war. Nach 2 Stunden gab er auf. „Scheise!“sagte er „Warum hat die alte nicht gesagt, wo sie ihren Ring zuletzt sah und wo sie sich am Tag aufhielt!“ Und plötzlich trat er in Hundekot. Und das war ein Wendepunkt in seinem Leben. „Verflixt! Warum bin ich in diese doofe Hundescheisse getreten“! Als Nöppel müde und verschwitzt Zuhause ankam, endeckte er einen Ring an seinem Schuh. Es war der Ring, von dem die Oma erzählt hatte. Daran bestand kein Zweifel. Man sah, dass er es war. Er sah so aus wie der von der Oma beschriebene (das hatte die Oma zum Glück nicht vergessen zu erzählen). Nöppel ging zu ihr hin und gab ihr den Ring. Die Oma freute sich so sehr, dass sie Nöppel um die Arme fallen wollte, der aber verzerrte das Gesicht und rief: „Bitte nicht, Frau mit den Riesenbusen, bitte nicht“! Sie aber lachte nur und machte das trotzdem. Nöppel fiel in Ohnmacht. Nach einigen Tagen beschloss Nöppel, kein Detektiv zu sein, sondern Straßenkehrer. Er dachte, dabei mehr Glück zu haben. Und tatsächlich wurde er schon nach einer Woche neuer Star von London.
Er hatte 10 Ringe gefunden und sogar ein Verbrechernest ausfindig gemacht. Er war so naiv und wollte die Müllhalde aufkehren. Doch beim Kehren oder eher Buddeln endeckte er ein Verbrechernest, das sich in der Müllhalde ausbreitete. Fast 50 Verbrecher waren es, die er fand. Er durfte sich sogar am Gefecht beteiligen, welches darauf folgte. Nach vielen Jahren hatte er zahlreiche Verbrechernester gefunden und viele Ringe. Nöppel war ein Straßenkehrdetektiv. Sherlock Nöppel wurde fast berühmter als Sherlock Holmes. Einen Hundehaufen stellte er jetzt in seiner Villa aus. Als seinen Glücksbringer. Hatte er auch oft in der Tasche.

Verfasst vom 10jährigen Leonhard Hugger, anschliessendes Lektorat eines 38jährigen.

 


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