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Jahr: 1929-1952
Bemerkung:
ArtikelNr. 10080

 

E-Mail

Kegelclub Kranz, Bad Wildungen, Notizbuch ab 1929. Kassenführer Supper. Dann Gauting ca. 1942-1944 Feldpost, 1952 Krankenhaus


Buch mit handschriftlichen Aufzeichnung. Kl.8°, privater Halbleineneinband, ca. 150 Blatt wovon ca. 40 beschrieben, fleckig, berieben. Das Buch wurde jahrzehntelang benutzt! Der Urheber hieß Supper. Enthalten sind Aufzeichnungen bzgl. einer Kegelgruppe in Bad Wildungen in Hessen 1928-1934, Notizen von in Gauting bei München verschickten Feldpostsendungen 1942-1945 sowie Notizen zu Patienten um 1952.

Der Inhalt chronologisch:

Deckel vorne innen: "Gegründet 15.1.28, Kegelclub Kranz. Satzungen. 1.) Ein neues Mitglied kann nur mit allgemeiner Zustimmung aufgenommen werden. … 4.) Fehlen mit Grund 0.50 RM, ohne Grund 1.00 RM. 5.) Beginn 20.15 Uhr. Beschluß vom 1.3.1932: Fehlen mit Grund 0.25 RM, ohne Grund 0.50 RM."
Vorsatz: "Nachtrag zu den … Satzungen: 1.) Seit Anfang Februar 1929 zahlen Zuspätkommende für jede bis dahin geschobene Partie 10 Pfennige. …. Für Zuspätkommen 0.25 RM Strafe, letzteres mit Ausnahme von Herrn Grebing, der voraussichtlich regelmäßig bis 22 Uhr dienstlich verhindert sein wird. … Supper, 30.4.29. .."

Rückseite Vorsatz: "Beschluß vom 5.IX.1933: Zum Ausgleich der schlechteren Kegler gegenüber den besseren zahlt jeder an dem betreffenden Abend Mitkegelnde einen Stammbetrag von 0.50 RM … Supper ..".

Die nächsten ca. 20 Blatt bringen dann das "Kassenbuch", Notizen über Geldbeträge bei Kegelabenden vom 3.4.1934 bis 27.11.1934. Als Spieler lesen wir von Supper, Braun, Peter, Hoebener, Henze, Ellhof, Klaus. Einmontiert am 5.12.1934 eine Rechnung der Kreissparkasse Bad Wildungen für den "Kegelclub Kranz, hier", dazu Notiz: "Die Mitglieder... haben einstimmig beschlossen, den Club wegen zu schwachen Besuches aufzulösen … und den Kassenbestand der Winterhilfe zu überweisen. …" Supper bestätigt denn, 12.50 RM überwiesen zu haben.

Auf den nächsten 50 Seiten stehen die oben erwähnten Nachnamen aufgelistet, Supper immer an erster Stelle: Der Mann hatte voller Elan das Büchlein angelegt und mit größerem Zuspruch und verstärkter Kegelei gerechnet, er muss arg enttäuscht gewesen sein, als man die Sache auflöste.

Das nächste Blatt wurde 1942 mit Bleistift beschrieben: "Rupprecht Krämer, Gauting, Karlstr. 7, Gutschein 1.5.-1.6.42".

Nächstes Blatt: "Geschäftsstelle Gauting, Einzelverkauf u. Feldpost." Dann auf den nächsten 9 Blatt Listen von verkaufter "Feldpost" vom Mai 1942 bis September 1944. Kunden sind Pauli, Rieger Fritz, Hillinger, Demmler, Dobzenski, Westenrieder, "Dr. Ritter, Feldkriegsger.Rat Berlin", Probst u.a.

Nach einer leeren Doppelseite plötzlich auf den nächsten 28 Blatt medizinische Notizen zu Patienten, einmal datiert auf 1952. Es sind Flüssigkeitsmengen angegeben, Kochsalz, Harnmengen, Kreatin etcpp. Wir lesen von Hartmann, Stern, Bailer, Dr. Berg, Kohn, Löffler, Hensel.... Dann Patientennamen mit Diagnosen, Stationsnamen und medizinischen Notizen: Wohl arbeitete der Schreiber (ist es Supper?) im Krankenhaus Gauting. Wir finden Zitzlsberger (Nierenschaden), Dürolf, Jakob, Sauter, Hoffmann, Klötz, Kläuser (Scharlach), Glauser, Schratt, Maurer.....

Die restlichen Seiten des Buches sind leer - bis ganz am Ende ca. 10 Blatt beschrieben sind mit Personennamen, Feldpostnummern, Adressen. Am Ende "Feldpost bezahlten Sendungen", "Nachsendungen" und Namen.

Und ganz am Ende auf dem letzten Blatt: "Klubmeister seit Oktober 1933: Höbener, Schleiermacher, Braun, Ellhof, Wollmert", bis März 1934. Darunter "Uffz. Fritz Rojahn, Straubing, Niederbayern, Res.Laz. Pflegeanstalt, Stube 167". Und im Deckel hinten: "Preise der Spiele vom 15.1.28 bis 5.9.33. Von 50 herunter 15 Pf, Abräumen 10 Pf., Partieweise abräumen 15 Pf. ..... Vom 5.9.33 ab .... Quittungen Süddeutsche Sammlerpost".

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